Ausrüstung

von Luftfahrzeugen

 

Einteilung der Flugzeugausrüstung

Instrumente im Cockpit

Die Flugzeugausrüstung kann nach verschiedenen Merkmalen klassifiziert werden: z.B. nach der Art der Energie (elektrisch, pneumatisch, hydraulisch usw.); nach der Zweckbestimmung einzelner Aggregate (Lande- und Navigationszwecke usw.). Die Ausrüstung eines Flugzeuges lässt sich selten in eine einzelne Schublade einordnen, denn die gesamte Ausrüstung ist ein Komplex funktionell zusammengehöriger Geräte. Sie ist für die Funktion und den Flugbetrieb des Flugzeuges, für die Rettung und Sicherheit der Insassen und den speziellen Verwendungszweck des Flugzeuges verantwortlich und ist auch darauf abgestimmt.

 

Einteilung der Flugzeugausrüstung

Energieanlagen

 Jedes Motorflugzeug besitzt eine elektrische Anlage. Jedes größere Motorflugzeug besitzt mindestens eine zweite unabhängige Energieanlage, mindestens eine Hydraulikanlage (für z.B. Fahrwerk, Steuerwerk usw.). Alle großen Flugzeuge verfügen über alle drei Anlagen

     - elektrische Anlage

     - hydraulische Anlage

     - pneumatische Anlage

     - Energieerzeuger (Generatoren)

     - Bordnetze

     - Energieverbraucher (z.B. Außen-, und Innenbeleuchtung, Positionslichter, Notbeleuchtung)

     - Antriebe, Klimaanlage, Frisch-, Abwassersystem usw...

 

Überwachungsgeräte

Diese Anlage dient dazu, die Besatzung über die Bewegung des Lfz im Luftraum (Geschwindigkeit, Höhe, Kurs usw.) sowie den Zustand des Flugzeuges und der Triebwerke zu informieren und eventuelle kritische Zustände zu signalisieren.

Flugzeugüberwachung:

- Triebwerk

- Flugwerk

- Anlagen

 
 
   
Flugüberwachung:

- Fluglage

- Flugzustand

- Flugrichtung

 

Klimaanlage

Die Klimaanlage soll der Besatzung und Passagieren normale physiologische Bedingungen in großen Höhen ermöglichen und sichern. Sie dient der Druck-, Temperatur- und Feuchtigkeitsregelung in der Kabine. Die Luft wird in den meisten Fällen aus den Verdichtern der Triebwerke entnommen. Diese Luft muss dann jedoch erst gekühlt werden. Über die verschiedensten Rohrleitungen gelangt die Luft in alle Bereiche der Kabine und Laderäume. Die Luftfeuchtigkeit ist in der Kabine ebenso wichtig wie die Temperatur. Durch Kühlen und die damit verbundene Kondensation kann man die Luft entsprechend entfeuchten.

     - Temperaturhaltung

     - Ent-, und Befeuchtung

     - Kabinendruck

 

Nachrichtengeräte

Die Nachrichten- oder Funkausrüstung hat die Verbindung mit den Bodenleitstellen, die Verständigung im Flugzeug, zwischen den Flugzeugen, die Funknavigation usw. zu garantieren.

     - Verständigung

     - Flugsicherung

     - Funknavigation

 

Navigationsgeräte

Navigation ist die Gesamtheit aller Maßnahmen, Vorgänge und Verfahren, um den Weg eines Luftfahrzeugs von einem Ort zum anderen festzulegen und sicher zu erreichen. Man unterscheidet derzeit 8 verschiedene Möglichkeiten der Navigation.

     - Sichtnavigation

     - Koppelnavigation

     - Barometrische Navigation

     - Astronomische Navigation

     - Trägheitsnavigation

     - Funknavigation

     - Dopplernavigation

     - Satellitennavigation

 

Sicherheits- und Rettungsgerät

Diese Anlagen sorgen für den Brandschutz, für die Enteisung der Tragflächen, Schutz vor Eisansatz im Flug und Schutz bei plötzlichem Druckabfall in der Kabine. Notausstieg nach einer Notlandung, Sauerstoff-Notanlage, Notrutschen, Schwimmwesten, Schlauchboote und Notverpflegung gehören ebenfalls dazu. Bei Militärflugzeugen sind meist auch Fallschirme, Schleudersitze usw. vorhanden.

Brandschutzanlagen überwachen die Temperatur an kritischen Stellen des Flugzeugs. Hauptsächlich sind davon die Triebwerke betroffen. Zur Brandbekämpfung stehen in der Kabine Feuerlöscher zur Verfügung. Zur Brandbekämpfung im Triebwerkbereich werden Kohlendioxid, Halogenverbindungen (im Auto verboten) und andere Verbindungen genutzt.

Eisansatz an den aerodynamisch wichtigen Stellen (Flügelnase, Lufteinläufe der Triebwerke, Propeller usw.) werden durch Heizluftanlagen, elektrische oder pneumatische Enteisungsanlagen unterbunden.

Zum Explosionsschutz können bei vielen Flugzeugmustern die Räume der Kraftstoffbehälter mit nichtbrennbaren Gasen gefüllt werden.

Sauerstoff-Notanlagen versorgen Besatzung und Passagiere bei Ausfall der Klimaanlage und beim plötzlich auftretenden Druckabfall in der Kabine mit Sauerstoff. Notrutschen an allen Türen und Notausgängen sorgen dafür, daß Passagiere innerhalb kürzester Zeit, ohne äußere Hilfsmittel wie Gangways oder Leitern ein Flugzeug verlassen können.

Damit Notfälle und evtl. Evakuierung problemlos vonstatten gehen, üben alle Crews regelmäßig in einem Simulator diverse Gefahrensituationen.

allgem. Sicherheitsgerät

      - Brandschutzgeräte (Feuerlöscher)

      - Sauerstoff (Sauerstoffmasken)

      - Noteinrichtungen (Airbags, Notrutschen, Schwimmwesten)

Besonderheiten Militär- und Forschungsflugzeuge

      - Fliegeranzüge

      - Schleudersitze

 

Sonderausrüstung

Im Interesse eines hohen Reisekomforts und der Bequemlichkeit im Fluggastraum ist eine entsprechende Service-Ausrüstung vorhanden (Küche, Kühlschränke, Toiletten, Schlafkabinen usw.). Ladehilfsmittel bei Transportflugzeugen (z.B. eingelassene Laufrollen im Fußboden) gehören ebenfalls dazu.

     - Militärische Ausrüstung

     - Luftbild Ausrüstung (z.B. Recce-Pod)

     - Einrichtung zur Flugerprobung

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Instrumente im Cockpit

Die Instrumentenanlage gehört zur Standardausrüstung und dient zur Überwachung des Flugzeugs und der Durchführung des Fluges. Die Instrumente lassen sich in die nachfolgend aufgeführten Gruppen eingliedern. Die von mir behandelten konventionellen Instrumente lassen sich im Aufbau unterscheiden: Dosengeräte, Kreiselgeräte und Geräte die mit einem Magnetsensor arbeiten. Sonstige elektromagnetische Geräte für Navigation, Sensor- und Computertechnik werden hier nur kurz dargestellt, da es einfach zu viele verschiedene Geräte gibt und die Technik immer weiter fortschreitet. 

                            Flugwerküberwachungsinstrumente

- Stellungsanzeiger (z.B. Fahrwerk, Klappen)

- Kontrollleuchten (z.B. Hydraulik, Sauerstoff, Verriegelungen, Türen)

- akustische Warnsignale (z.B. Fahrwerkanzeiger in Bodennähe)

- G-Meter (Überlastungs-Überwachungsgerät)

                            Flugüberwachungsinstrumente

- Barometrischer Höhenmesser (altimeter)
- Variometer (vertical speed indicator)
- Fahrtmesser / Fahrt-Machmesser (airspeed indicator / mach indicator)
- Künstlicher Horizont (artificial horizon)

Triebwerküberwachungsinstrumente

- Drehzahlmessung

- Druckmessung

- Temperaturmessung

Navigationsinstrumente

- Magnetkompass (magnetic compass)

- Kurskreisel (directional gyro)

- Laserkreisel

- Wendeanzeiger (turn and back indicator)

- Instrumenten-Landesystem (ILS)

- GPS (global positioning system)
- Funknavigationsanlagen

       Einsatz modernster Instrumente, Bildschirme und Systeme im Cockpit

- wählbare Bildschirmdarstellungen (AFD, adaptive flight displays)

- Kollisionswarngerät TCAS (traffic collision avoidance system)

- Bodennäherungswarngerät GPWS (ground proximity warning system)

- Wetterradar (stormoscope)
- Systemüberwachung (EICAS, engine indication instruments and crew alerting system)
- Bordcomputer Bedienung (AMS, avionics management system)
- Head-Up Display (flight dynamics head-up guidance system)

- Wartung-, Diagnosesystem (MDS, maintenance diagnostic system)

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